Informationen für Segler, Charterer und Motorbootfahrer


Hier beschreiben wir alles Informative für Leute, die Griechenland mit dem Schiff bereisen, es gibt aber auch einige allgemeine Hinweise zur Türkei die sowohl normale Urlauber, als auch für Charterer, Urlaubssegler und Fahrtensegler interessieren dürften.

  • Ankermethoden
  • Ein-/Ausklarieren
  • Überwinterungsmöglichkeiten








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    Ankermethoden


    Nach unserer Erfahrung als Fahrtensegler ist die mediterrane Ankermethode "Buganker und Heckleine zum Baum" für die hiesigen Buchten und Wetterverhältnisse schlichtweg ideal.
    In den Sommermonaten zwischen Ende Mai bis Oktober kann man zu 80 - 90% von nördlichen Winden ausgehen, dass heisst, die Windrichtung ist absolut kalkulierbar und vereinfacht daher die Auswahl der Ankerbucht enorm.
    Man ankert und legt das Heck mit den Heckleinen in Nordrichtung. Dies hat in den heissen Sommermonaten zum einen den Vorteil, dass man Wind in die Plicht bekommt und zum zweiten hält es das Schiff in den oft leicht von S auftretenden nächtlichen Schwell. (Dieser tritt erstaunlicherweise auch bei nördlichen Winden in den späten Nachtstunden desöfteren auf)
    Wichtig ist ein absolut zuverlässiger Anker mit möglichst viel Kette, der sowohl in Kraut als auch Sand Halt verspricht. Wir segelten alle unsere Schiffe immer mit einem Bügelanker als Hauptanker und wurden nie enttäuscht. Für reines Kraut bringen wir zusätzlich immer einen Fortress-Aluminiumanker aus und haben so maximale Sicherheit. Die Ankertiefen belaufen sich zumeist auf Werte zwischen 3 und 10 m.
    Nach unserem Dafürhalten gilt auch hier "darf´s etwas mehr sein" und wir stecken nicht 3fache Kette (was wir für Leichtsinn halten!) sondern meist 8-10 fach. Die Vorsicht beim ankern und das gewissenhafte Einfahren sichern eine gute Nachtruhe und das lohnt sich in jedem Fall.


    Für die Landleinen sollten mindestens 50m vorhanden sein, wenn man nur eine Leine ausbringen will. Natürlich kann man in den meisten Buchten näher an Land, aber es gibt eben auch Situationen, wo aufgrund vorspringender Flachs oder Unterwasserfelsen das Schiff weiter von Land weg verankert wird und dann gilt es, die Distanz zum Land zu überbrücken.


    Unser Katamaran bekommt immer 2 Landleinen, da er ansonsten weiter herumschwingt als ein Mono. Sollte also jemand einen Kat chartern, so sind 2x 50m Landleinen durchaus angesagt.
    Ein Kettenstück von 3-5m mit passendem Schäkel macht absolut Sinn, wenn die Leine mangels Baum um einen Felsen gelegt werden soll.

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    Ein-/Ausklarieren


    Das Ein- und Ausklarieren ist für den Wassersportler Pflicht, sofern er nicht EU-Bürger ist und von einem anderen EU-Land kommt. Dies wurde uns immer wieder von offiziellen Stellen bestätigt, allerdings ändern sich hier ständig die Vorstellungen und Meinungen und es ist unumgänglich, dass man sich vor seinem Urlaub mit den dann gültigen Gegebenheiten vertraut macht.
    "Springen" zwischen der Türkei und Griechenland ist beliebt, aber gefährlich. Aufgefordert durch die EG kontrollieren die Griechen heute Yachten auf für Griechenland gültige Papiere. Treffen sie eine Yacht an, die dies nicht nachweisen kann, da sie offiziell in der Türkei einklariert ist, so ist der Skipper mit mind. 250,-- DM Strafe dabei! (Wobei noch immer strittig ist, ob solche Papiere wirklich rechtens sind und verlangt werden dürfen!) Es ist also billiger, den Törn so zu planen, das beide Länder nacheinander besucht werden und dazwischen ordnungsgemäss ein-bzw. ausklariert wird. Dies gilt speziell für den ehemals beliebten "Wechselort" Symi. Bereits im Sommer 97 wurde verstärkt kontrolliert und im Sommer 98 kam es zu einigen höchst unerfreulichen Zwischenfällen zwischen Seglern und griechischen Behörden, die für die Segler allesamt teuer endeten
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    Überwinterungsmöglichkeiten


    Dem Eigner einer Yacht bieten sich im Dodekanes ein paar Überwinterungsmöglichkeiten, sowohl im Wasser,als auch an Land. Hierbei ist nochmals zu unterscheiden, ob man auch im Winter auf seiner Yacht leben will und welche Ansprüche man dabei stellt.
    So baut zum Beispiel Agmar auf Leros in der nördlichen Bucht Partheni nahe dem Flugplatz eine Trockenmarina, die im Herbst 1998 fertig sein soll. Agmar betreibt auch die Marina in Lakki, die 40 Wasserliegeplätze anbietet. Ein ebenfalls begehrter und bekannter Trockenplatz ist Rhodos, wo die Yacht Agency Rhodes gerne behilflich ist.
    Will man auf der Yacht überwintern, stellen sich andere Fragen:
    gibt es Wasser, Strom, Duschen und WC´s, Waschmaschinen, Einkaufsmöglichkeiten, Reparaturmöglichkeiten für die Yacht, ist in der Nähe in Flughafen, wenn man einmal nach Hause muss etc. Zum überwintern im Wasser bieten sich daher kaum brauchbare Möglichkeiten, so kann es in Mandraki auf Rhodos, einem Hafen mit viel Flair, wo wir uns ein überwintern auf dem Schiff durchaus vorstellen könnten, bei NE-Winden ausserordentlich ungemütlich werden und der viele Schwell durch ein- und auslaufende Fähren macht auch nicht gerade Laune. Ebenfalls im Wasser kann man auf Leros in Lakki überwintern, sofern man gerne absolute Ruhe hat, denn hier, das sagen sogar die Einheimischen, ist im Winter der Hund begraben. Ebenfalls wichtig in dem Zusammenhang ist die Frage nach dem Wetter. Zusammenfassend können wir aus unserer Sicht ausser Rhodos und Leros im Dodekanes zum überwintern nichts empfehlen, aber das kommt auf die Frage des Anspruchs an und muss von jedem selbst entschieden werden. zurück zur letzten Übersicht
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